Minuten? Stunden? Tage?
All das ist richtig. Minuten kannst du wahrscheinlich selbst, ohne Atemluft durchhalten. Was ist wenn wir länger unterwasser sein wollen?
Die Tauchflasche wurde erfunden. Sie hat einen gewissen druck, um uns den maximalen Luftvorrat zu liefern. Beim Sporttauchen hat man in den meisten Fällen eine Flasche. Haben wir nun eine Flasche mit 10 Liter Volumen die auf 100 Bar Luftdruck gefüllt ist, haben wir 1000 Liter Luft dabei. Wie viel Liter Luft atmest du in einem Atemzug? Du siehst, warum wir limitiert sind.
Inteeressant ist aber, dass wir an der Oberfläche eine gewisse Litermenge Luft konsumieren. Sagen wir 10 Liter.
Was passiert nun in 10 meter Tiefe?
Ausschlaggebend ist der Umgebungsdruck! An der Oberfläche haben wir einen Luftdruck von ca. 1 Bar. Pro 10 Meter Wassersäule haben wir auch ein Bar! Auf 10 Meter Wassertiefe haben wir also einen Gesammtdruck von wie viel? 2 Bar! 1 Bar Luftdruck + 1 Bar Wasserdruck!
In unserem Beispiel atmen wir 10 Liter pro Atemzug (* 1 Bar). In 10 Meter Tiefe atmen wir somit 20 Liter ( * 2 Bar)!
Zwischen 10 und 20 Meter atmen wir schon einen Druck, der einem Autoreifen entspricht!
In 90 Meter Tiefe atmen wir einen Umgebungsdruck von 10 Bar! Unglaublich!
Interessante Berechnung: An der Oberfläche konnen wir in diesem Beispiel 100 Atemzüge mit dieser Tauchflasche machen. In 90 Meter nur noch 10 Atemzüge!
Die tatsächliche Berechnung ist natürlich etwas komplizierter…
Abgesehen von dem Vorrat des Atemgases spielt vorallem die Sättigung unserer Gewebe eine wichtige Rolle! Unsere insgesammt 16 verschiedenen Gewebe sättigen sich nämlich unter hohem Druck! Stickstoffablagerungen sind die folge, auch bekannt als Dekompressionskrankheit.
Was passiert aber, wenn wir eine permanente Luftversorgung von der Oberfläche bekommen? Nunja, dann sind wie „Sättigungstaucher“. Die Gewebe werden vollständig an den Umgebungsdruck gesättigt. Ein auftauchen dauert meist Tage oder Wochen!
Ein Körper gewöhnt sich an extreme Situationen, aber er benötigt seine Zeit.
Gegenüber des Wassers, sind wir in jeder Hinsicht limitiert. Vorallem das Meer lernt uns eine wichtige Lektion:
„Liebe Menschheit… Ihr seid nicht der Mittelpunkt des Universums!“
